14  Neues Jahr...neuer Fokus...
           21. Jänner 2018

Es ist fast schon Routine für mich: das Durchklicken der Fotos Ende Dezember, die ich über das ganze Jahr verteilt geschossen habe. Es macht mir Spaß, die entscheidenden Momente der letzten Monate in Erinnerung zu rufen und darüber zu reflektieren was ich alles erlebt habe. Man könnte schon sagen, es sein ein Wieder-Erleben der Emotionen, ein Wieder-Treffen der neuen Bekanntschaften, die ich machen durfte und ein Bewundern der in den Fotos verewigten Landschaften, die ich bewundert habe...und all das alles mit ein paar Swipes nach links und rechts auf meinem iPhone. Das vergangene Jahr war für mich eines der Veränderung. Schritt für Schritt ist es mir gelungen, einige Projekte, die in Theorie schon länger geplant waren, nun auch umzusetzen.

...oder zumindest, damit zu beginnen, wie zum Beispiel diesen Blog. Über die Feiertage war ich damit beschäftigt, an meiner Homepage zu arbeiten, das Resultat könnt ihr seit heute online sehen. Ich habe mich dazu entschlossen, mich in meinen Projekten klar auf zwei Punkte spezialisieren, die sich für mich in letzter Zeit als meine wahren Leidenschaften herauskristallisiert haben: der Sport und die Farb-, Typ- und Stilberatung.

2018 hat für mich mit einer Herausforderung begonnen, einem Kampf gegen mich selbst, meinen Schweinehund und die zusätzlichen Kilos, die ich gerne loswerden möchte, die aber einfach nicht verschwinden wollen, egal wie sehr ich auch „aufpasse“. Anscheinend ist der viele Sport, den ich arbeitsbedingt treibe (insgesamt durchschnittlichen 9 Stunden auf 4 Tage in der Woche verteilt) und der gelegentliche Verzicht auf Süßes nicht mehr genug und so habe ich mich dazu entschieden, mehr dagegen zu TUN. Dieses magische Wort tun kommt viel leichter und öfter über die Lippen als es dann oft in Realität bedeutet. Anstatt nur davon zu sprechen, möchte ich mich allerdings darum bemühen, mich zu aktivieren und mein Ernährungsverhalten noch mehr anzupassen und dabei all die Aufzeichnungen, die ich in meiner Ausbildung zur Vital- und Gesundheitstrainerin gesammelt habe sorgfältig miteinzubeziehen. Der menschliche Körper ist eine äußerst komplizierte Maschine und in dieser Hinsicht dann doch so einfach gestrickt: wenn wir die gleiche Menge an Kalorien zu uns nehmen, wie wir verbrennen, dann wird der Gewichtsverlust nicht funktionieren, egal wie viel Sport man auch treibt. An Wunderdiäten, die in wenigen Wochen 10 Kilo weniger versprechen, glaube ich nicht. So habe ich mir dann die Frage gestellt: Wie schaffe ich es, meine Nahrungsaufnahme so im Überblick zu behalten, dass ich genau weiß, wie viele Nährstoffe ich aufnehme...und woher bekomme ich einen Vorschlag darüber, wie viel davon ich aufnehmen soll, um in meiner Lebenssituation mein Ziel zu erreichen?

Die Lösung dafür liegt in einem App, das ich gefunden habe: MyFitnessPal. Auf Basis der Voraussetzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass eine ausgewogene Ernährung aus 55% Kohlenhydraten, 30% Eiweiß und 15% Fett bestehen sollte, berechnet das App wie viel eines bestimmten Nahrungsmittels ich zu mir nehmen darf, um mein tägliches Ziel zu erreichen. In vier Wochen circa werde ich euch von meinen Erfahrungen und Fortschritten berichten. Werde ich mein Ziel bis dorthin schon erreicht haben?

Es hat mir immer schon sehr viel Spaß gemacht, neue Sportarten auszuprobieren und letzten Oktober habe ich mich gemeinsam mit einer Freundin zu einem Pole-Dance-Kurs angemeldet – eine Herausforderung für mich, die ich gerne angenommen habe. Oft habe ich schon Athletinnen gesehen, die sich an diesem speziellen Trainingsgerät in luftigen Höhen unglaublicher Figuren versucht und mich immer begeistert haben. Wie ich mir schon vorstellen konnte, sind die Übungen dieser Art um Vieles schwieriger, als sie als Zuschauerin ausgesehen haben. Man braucht Kraft, Ausdauer, Flexibilität und natürlich eine große Portion Enthusiasmus und Wille, um sich selbst immer wieder motivieren zu können. Zusätzlich ist es, vor allem zu Beginn, ziemlich anstrengend, sich all die Namen der Figuren zu merken: step around/dip, back slide, front/back hook spin, fan kick, basic climb, super girl – in Theorie und in Isolation könnte ich glaube ich alle noch vorzeigen. Die Bewegungsabläufe dann allerdings während einer Choreographie bereit zu haben, ist eine ganz andere Geschichte... Ich kann euch aber sagen, dass es wahnsinnig Spaß gemacht hat. Jetzt bin ich schon sehr neugierig, welche sportlichen Herausforderungen das neue Jahr mit sich bringt. Apropos neue Herausforderungen – viele davon werden mich Anfang Juni auf der größten Fitness- und Wellnessmesse Italiens erwarten. Ich freue mich schon sehr darauf!

Der andere wichtige Aspekt meiner Arbeit, dem ich in Zukunft mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken möchte ist mein neues Konzept Farbe-Fashion. Ich war immer schon fasziniert von der Vielfältigkeit und der Ausdruckskraft der Farbenwelt. Im Grunde genommen sind sie Teil im Leben eines jeden Menschen. Wenn man sich in der Natur umsieht, wird es nicht möglich sein, die Farben magischer Schauspiele zu übersehen: das strahlende Blau eines Sommerhimmels, das saftige Grün der frisch gewachsenen Blätter im Frühling, das kräftige Orange dergleichen an einem frischen Oktobertag oder das blendende Weiß der verschneiten Gipfel zur Weihnachtszeit. All diese Farben lösen Emotionen in uns aus und für jede und jeden von uns wird es eine oder mehrere dieser Farbtöne geben, bei denen der Körper mit Glück und Freude durchflutet wird. Die zu uns passenden Farben zu suchen und auszuwählen wird so zu einer Art Spiel, in dem wir lernen, sie auf spannende Art und Weise zu kombinieren und wertzuschätzen. Ähnlich wie unser Kleidungsstil sprechen auch die Farben, die wir tragen, über uns und unseren Charakter. Während in der Antike Farben wie Purpur, Blau oder Grün das Vorrecht der gehobenen Klassen waren, da die Herstellung mit einer langen und kostspieligen Färbungsphase verbunden war, sind diese und viele, viele andere Farbtöne heutzutage glücklicherweise für alle gleichermaßen verfügbar, weswegen ich nur mehr sagen kann: bringen wir Farbe in unsere Garderobe und in unser Leben!

13  Marsala-Kugeln: Steiermark trifft Sizilien
           10. Dezember 2017

Wie letzte Woche bereits versprochen habe ich nun das Rezept für eine neu geschaffene, steirisch-sizilianische Spezialität für euch: Marsala-Kugeln. In der Küche kreativ zu werden und neue Rezepte auszuprobieren und, wie hier, auf meinen eigenen Geschmack abzustimmen, bedeutet für mich, aus der täglichen Pflicht ab und zu sogar Momente der Entspannung zaubern zu können... Viel Spaß beim Ausprobieren!

Marsala-Kugeln

Zutaten (für circa 40-45 Bällchen)

  • 125g Butter

  • 100g Staubzucker

  • 2EL starker Kaffee

  • 4-6 EL Marsala

  • 200g geriebene Haselnüsse

  • 300g weißte Schokolade

  • 200g Krokant/geriebene Pistazien

 

Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen, dann Marsala und Kaffee dazugeben und gut verrühren. Ein wenig abkühlen lassen, bis die Masse zähflüssig ist. Butter und Zucker schaumig schlagen und die geschmolzene Schokolade dazugeben. Für circa eine Stunde in den Kühlschrank, anschließend Bällchen formen, die je nach Geschmack in Krokant, Haselnüssen oder Pistazien gewälzt werden.

Buon appetito!

Zubereitung

12  Dezember - oh du schillernder Monat!
           1. Dezember 2017

Das Jahr 2017 neight sich seinem Ende zu und der letzte Monat des Jahres, der Dezember, ist der Monat der Bilanzen, der Überlegungen und Rückblicke, aber auch der neuen Vorsätze für das kommende Jahr. Es ist der Monat des Weihnachtsfestes, der Zeit, die man mit Familie und Freunden verbringen oder die man jenen widmen soll, die weniger glücklich sind als wir. Oftmals jedoch ist genau diese Zeit für viele die stressigste Zeit im Jahr. Dutzende Geschenke und Billets müssen ausgesucht und hübsch verpackt werden, Weihnachtskekse müssen gebacken werden, man wird zu allerlei Feiern eingeladen – man könnte beinahe sagen, dass sich die Weihnachtszeit in einen Wettlauf entwickelt, der Stress und Sorgen auslösen

kann. Für all jene, die genau unter diesem Stress und der Anspannung leiden, habe ich 5 Tipps gesammelt, die mir dabei helfen, den Advent genießen zu können und trotz alle den Verpflichtungen meine eigenen Prioritäten dabei nicht zu vergessen. 

1.   Geschenkeorganisation

Zuallererst ist es sehr empfehlenswert, sich rechtzeitig um die Geschenke zu kümmern. Vielleicht nicht bis zur letzten Woche vor dem heiligen Abend warten, sondern schon jetzt damit beginnen in Geschäften zu schmökern und sich dabei, wenn möglich, Zeiten auszusuchen – zum Beispiel eine Mittagespause unter der Woche – in denen weniger Menschen in den Geschäften unterwegs sind. So wird die Geschenkssuche einfacher und angenehmer. Macht eine List und arbeitet euch stückweise vor, so spart ihr Zeit und behält die Übersicht. Ein weiterer Tipp: vielleicht findet ihr auch online passende Ideen.

2.   Zeit schenken

Schenkt jenen Personen, die euch nahe stehen Zeit. Ich habe dieses Jahr zum Beispiel für eine liebe Freundin einen Adventkalender gebastelt, in dem außer süßen Überraschungen Aphorismen, um den Tag gut zu beginnen, und zu finden ist. Zeit, um bei einem Kaffee zu tatschen, Zeit, gemeinsam eine Ausstellung zu besuchen oder Zeit für einen entspannenden Waldspaziergang. Ein Geschenk zu personalisieren bringt eure Zuneigung und die Freundschaft zum Ausdruck – seid kreativ und lasst der Kreativität freien Lauf!

 

 

 

 

 

 

 

3.   Entspannungsmomente

 

Entspannt euch und findet Momente, die nur für euch selbst bestimmt sind. Für mich sind kreative Beschäftigungen, wie eben das Basteln des Adventkalenders oder das Binden des Adventkranzes solche Momente, die ich mir für mich selbst gönne, aber das ist nicht für alle so. Jeder von euch weiß ganz genau, was ihr gerne tut, um euch zu entspannen. Erinnert euch aber immer wieder daran, dass ihr wichtig seid!

4.   Prioritäten

Der Advent dauert nur einige Wochen und wenn euch die Zeit zu knapp wird und sich nicht alles ausgeht, was ihr euch vorgenommen habt, dann sucht jene Dinge aus, die euch persönlich am Wichtigsten sind. Wenn ihr zum Beispiel unbedingt Weihnachtskekse backen wollt, aber nicht die Zeit findet, um tagelang in der Küche zu stehen, dann macht statt den üblichen 10 verschiedenen Sorten eben weniger. Den Rest gibt es immer zu kaufen... Apropos Kekese, nächste Woche habe ich ein Rezept für Marsala-Kugeln für euch. Ich habe dafür ein österreichisches Rumkugel-Rezept als Basis genommen und dieses auf Anregung meiner Freundin Rossella, die eine fantastische Köchin ist, „sizilianisiert“. Steiermark trifft Sizilien und so wurden die Marsala-Kugeln geboren – sehr lecker!

5.   Spielenachmittag

 

Organisiert einen Nachmittag oder Abend mit Familie und Freunden, beispielsweise bei einem lockeren Spieleabend. Bei uns hat der alljährliche Tombola-Nachmittag schon Tradition, etwas das Groß und Klein gefällt. Hier seht ihr ein Foto mit den kleinen Tafel. Die Karten werden zu je 50c verkauft und natürlich kann man mehr als nur eine Seite kaufen. Mit dem gesammelten Geld werden 5 Preise unterschiedlichen Wertes vorbereitet. Schließlich werden Nummern gezogen und so Gewinner für die Preise bestimmt. Wenn ihr Genaueres über dieses typisch italienische Spiel wissen wollt, könnt ihr mir gerne schreiben.

11  Mein MiniArbeitsUrlaub
           11. November 2017

Manchmal schenkt uns die Spontaneität Erlebnisse, die viel schöner und spannender sind, als jene, die schon seit Langem geplant sind. Am 19. Oktober, nachdem ich von meinem Sport-Kurs am USI nach Hause gekommen bin, habe ich eine italienische Zeitschrift zur Hand genommen, um mir einige abendliche Momente der Ruhe zu gönnen. Als ich durch die Seiten blätterte, fiel meine Aufmerksamkeit auf einen Artikel über eine Fitness- und Wellness-Messe in Vicenza. Sofort habe ich mir gedacht, das wäre etwas für mich und mein Projekt. Als Vital- und Gesundheitstrainerin weiß ich, wie wichtig es ist, sich zu entspannen und Energie tanken zu können. Nach Vicenza zu fahren würde auch eine willkommene Ablenkung vom Alltag darstellen. Immer dann, wenn

nicht alles vorausgeplant, sondern spontan abläuft, verleihen jene Entscheidungen, mal etwas Anderes auszuprobieren, mehr Selbstvertrauen und Energie, um den Herausforderungen im Leben besser entgegenzugehen. Auf der anderen Seite würde die Messe auch die Möglichkeit bieten, mich über neue Trends im Bereich Fitness und Wellness zu informieren. Immer auf dem Laufenden zu bleiben ist in meinem Arbeitsbereich äußerst wichtig und tatsächlich habe ich, wie man später lesen wird, einige neue Ideen sammeln können.

Heutzutage ist es Dank Internet eine Leichtigkeit so eine spontane Entscheidung zu treffen. Ohne zu zögern habe ich mich auf der Homepage des Events über das Programm informiert und war gleich von dessen Vielfalt begeistern. Auch die Erreichnarkeit mit Zug habe ich kontrolliert und dann sofort einer Freundin geschrieben. Innerhalb von nicht einmal zwei Stunden haben wir sowohl die Zugtickets, Hotel-Reservierung als auch die Eintrittskarten für die zweitägige Messe erworben: am 28. Und 29. Oktober werden wir auf der MOVE! Vicenza sein! Wie man sehen kann, ist die Motivation ausschlaggebend für das Finden von Entscheidungen und passenden Lösungen – und nicht nur das, sie ist auch äußerst ansteckend.

Samstag, 28. Oktober, 9:00 Uhr am Morgen: neugierig und ungeduldig sind wir an der Messe angekommen, wo man schon ein Kribbeln voller Enthusiasmus, Vorfreude und Erwartungen in der Luft spüren konnte. Ganz ehrlich, meine Erwartungen und Wünsche sind glücklicherweise nicht nur erfüllt, sondern übertroffen worden. Im Functional-Bereich, dem ersten der drei Hauptbereiche, in welche die Messe gegliedert war, lernte ich Viviana kennen, eine wahre Ausnahmetrainerin. Die Einheit, die ich ausprobieren durfte, hat sie mit großer Professionalität geleitet und mit ihrem Humor und ihrem ansteckenden Lächeln eine so angenehme und freudige Atmosphäre erzeugt, und das unter uns Teilnehmerinnen, die wir uns zuvor noch nie gesehen hatten. Das vorrangige Ziel dieses Trainings besteht darin, Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination aufzubauen und zu stärken. Ein Training, das zugegebenermaßen anstrengend ist, das jedoch mit der richtigen Motivation – sowohl seitens der Teilnehmerinnen als auch der Trainerin – jegliche Anstrengung verfliegen lässt.

Der zweite Teil der Messe war jener mit dem Namen Fitness & Fun. Hier gab es der Neuheiten wirklich ken Ende. Der für mich interessanteste neue Trend hat den Namen Pound. Pound ist ein Training, das mithilfe des Einsatzes speziell entwickelter Drumsticks Cardio, Pilates, Ausdauer-, Schnelligkeits- und Krafttraining vereint. Begleitet von energievoller Musik hat dieses Art des Trainings mich begeistert. Zu tanzen und sich gleichzeitig darauf zu kontenrieren, die Drumsticks im Rhythmus zu bewegen war elektrisierend. Fast so als ob man selbst in einer Band spielen würde. Gerne würde in naher Zukunft selbst eine dieser Einheiten organisieren.

Immer, wenn ich Surfer im Meer beobachte, habe ich das Gefühl, als würden sie leichtfüßig über die Wellen schweben. Ich selbst habe noch nie so etwas probiert, auf der Messe habe ich allerdings das “Flyboard” entdeckt und konnte endlich selbst ein bisschen schweben… Das Flyboard ist ein gebogenes Brett aus Holz mit propriozeptiven Eigenschaften. Das heißt, dass bei dieser Art des Trainings von den TeilnehmerInnen verlangt wird, die Position des eigenen Körpers am Brett und im Raum und die Kontraktion der Muskeln ohne dauerhafte visuelle Unterstützung zu spüren. Ich persönlich habe diese Art des Trainings äußerst anregend gefunden. Bei jeder Übung stellt man sich selbst immer wieder auf die Probe, inwieweit ich mich treiben lassen und der Übung folgen kann, ohne ständig darauf zu achten, in welcher Position sich meine Füße auf dem Brett befinden. Wie gut kenne ich meinen Körper bereits und wie gelingt es mir, ihn in ungewöhnlichen Bewegungen einzusetzen – und das alles, ohne vom Brett zu fallen – einfach fantstisch! Dieses neue Trendsportart war Teil des dritten Bereiches, Olistic & Wellness, und ich konnte sogar den Erfinder des Fylboards, Gennaro Setola, und die fabelhafte Trainerin Orietta Urbinelli kennenlernen. 

Dieser kurze Arbeitsurlaub war nicht nur ein totales Eintauchen in die Welt der Fitness, sondern auch eine tolle Möglichkeit, Vicenza mit seinen Einwohnern kennenzulernen. Am Samstag Abend haben wir den Bus ins Zentrum genommen und einen bezaubernden Markt mit handgemachten Schmuck- und Dekorationsstücken gefunden. Wir spazierten entlang der Fußgängerzone und der beeindruckenden “Piazza dei Signori” und bewunderten die wunderschön gestalteten Schaufenster, die mir auch die Inspiration dazu lieferten, einen schon lange vergessenen Mantel zu modernisieren. Gekürzt, die Falte umgenäht und mit neuen Knöpfen versehen erstrahlt er nun in neuem Glanz. Dann fanden wir in einer kleinen Seitengasse einen Stand mit Maroni und ausgezeichnetem Glühwein – dem typischen winterlichen Aperitiv Norditaliens. Nach einem Tag im Zeichen der Bewegung – sowohl auf der Messe als auch beim anschließenden kulturellen Rundgang im Stadtzentrum – konnte man den knurrenden Magen schon deutlich hören. So suchten und fanden wir ein fantastisches Restaurant mit dem Namen “Al Paradiso”, wo wir frische, regionale und gesunde Köstlichkeiten probierten.

Zusammenfassend kann ich euch sagen, dass ich von meinem Mini-Arbeitsurlaub wirklich zufrieden und entspannt wieder in Graz angekommen bin. Ich habe nicht nur eine Menge Spaß gehabt habe, sondern mich auch sowohl beim Eintauchen in neue Sportarten, als auch beim Entdecken einer neuen, bisher unbekannten Stadt wirklich entspannen und regenerieren können. Ich habe mich mit gleichgesinnten Personen austauschen können, neue Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht und Energie getankt. In Hinblick auf meine Arbeit war das gesamte Wochenende reine Inspiration und Motivation. Hunderte von Menschen zu sehen, die vor Vitalität und Energie strotzen und die ihre Arbeit genauso lieben, wie ich es tue, hat auf mich einen unglaublich positiven Einfluss gehabt. Vor allem aber war es für mich eine Bestätigung, dass jene, die ihre Leidenschaften zu ihrem Beruf machen Enthusiasmus auf andere übertragen können. Ich bin davon überzeugt, dass der effektivste und vielleicht auch schönste Weg, um sich und andere zu motivieren darin liegt, seinen Neigungen und Talenten zu folgen. In diesem Zusammenhang fällt mir ein Zitat von Konfuzius ein, auf welches ich vor langer Zeit gestoßen und das ich seit damals als wichtig für mich empfunden habe: “Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.” Weise Worte, die wir nicht vergessen sollten!

10  Greenery - die Pantone Modefarbe 2017
           18. Oktober 2017

Die Modefarbe für das Jahr 2017 - ausgewählt von der Firma Pantone, die sich ein System ausgedacht haben, in dem jedem Farbton ein spezieller Code zugewiesen wird - hat den Namen "Greenery 15-0343". In einer historischen Zeitperiode, in der es viel Veränderung gibt, sowohl auf politischem, kulturellem, als auch sozialem Level, sehnt man sich nach einer Friedenbotschaft, was sich auch in der Farbauswahl wiederspiegelt. Das erfrischende, helle Greenery repräsentiert die Hoffnung, ein "Zurück zur Natur" in Verbindung mit dem Wunsch, den Alltag zu verlangsamen und Zeit zum Reflektieren zu finden. Die Farbe vermittelt Stärke, lädt jene, die es tragen und jene, die es sehen dazu ein, tief durchzuatmen und neue Energie zu tanken - besonders in der nun bevorstehenden, kalt-feuchten Jahreszeit. Greenery repräsentiert auch die Suche nach persönlichen Leidenschaften und der Lebensfreude.

Neben Greenery hat Pantone für diese Herbst- und Wintersaison eine Palette and warmen und intensiven, fröhlichen und gleichzeitig beruhigenden Farben ausgewählt. Hier sind nun einige jener Farben - angefangen vom lebendigen Rot, bis hin zum eleganten und wiederbelebten Rouge Noir, vom zarten Rosa hin zum zeitlosen, neutralen Grau, vom intensiven Blue Navy, bis hin zum exotischen Lemon Curry. Bei dieser reichen Farbpalette, welche die Auswahl schwierig macht, sollten wir uns daher für jene Farben entscheiden, die unsere Persönlichkeit unterstützen und zu unserem Charakter passen, um so mehr Farbe in unser Leben bringen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Autumn Outfits 2017 Greenery Style - created by Assunta Sunna

 www.polyvore.com/greenery_combinations

Rot: intensiv, voller Energie und Lebensfreude, dynamisch und perfekt geeignet, um regnerisch graue Tage aufzupeppen

 

Hellrosa: zart und edel, sehr weiblich.

 

Rouge Noir: elegant und anspruchsvoll, perfekt für die Stimmung dieser Jahreszeit

 

Rostbraun: ein Hauch warmen Beiges, beruhigend und sehr herbstlich.

 

Blue Navy: intensiv, Symbol der Stärke und Stabilität. Basisfarbe, die als neues Schwarz der Saison definiert werden kann.

 

Neutrales Grau: ebenso wie Blue Navy stellt diese Farbe eine Basisfarbe dieses Herbstes und Winters dar. Besonders spannend in Verbindung mit lebendigen Farben oder auffallenden, originelen Accessoires.

 

Lemon Curry: warm, exotisch und einzigartig – perfekt für die Jahreszeit.

9   Rezept des Monats Oktober - die Parmigiana
         8. Oktober 2017

Wie vor einigen Wochen angekündigt habe ich nun für euch das Rezept für die berühmte, tradizionell sizilianische „Parmigiana“. Ich habe mich allerdings dazu entschieden, euch eine leichte Abwandlung zu präsentieren, durch welche das Gericht leichter und einfacher zu verdauen ist. Die Melanzani werden dabei nicht wie im Original in Öl frittiert, sondern im Backrohr geröstet. Der Name dieses Gerichtes leitet sich vom Käse aus Parma - dem Parmesan - ab, der bei der Zubereitung sizilianischer Köstlichkeiten niemals fehlen darf. Der Begriff Parmigiana bezieht sich aber auch auf die großen Korbflaschen für den Wein, mit Weidengerte bekleidet. Ursprünglich wurden nämlich auch diese Parmigiana genannt und es war stets wichtig, dass sie während des Essens immer griffbereit standen.

Zutaten (für circa 4-6 Personen)

  • 1kg Melanzani 

  • 2 Knoblauchzehen 

  • 600g passierte Tomaten

  • 150g geriebener Parmesan

  • 1 Ei

  • frische Basilikumblätter

  • 1EL Olivenöl

 

Die Melanzani waschen, trocknen und der Länge nach in Streifen schneiden. In Schichten in eine Schüssel legen, wobei jede Schicht mit Salz gewürzt wird. Ganz oben ein Gewicht drauflegen und für circa eine Stunde rasten lassen. Danach unter fließendem Wasser abschwemmen, abtrocknen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech auflegen und im vorgeheizten Rohr bei 200 Grad ungefähr 18-20min rösten. In der Zwischenzeit die Soße zubereiten. Die passierten Tomaten mit dem ganzen Knoblauch und  in eine Pfanne geben. Bei geringer Hitze eine Dreiviertelstunde kochen lassen. Zum Schluss den Knoblauch herausnehmen und das Öl dazugeben. Das Ei in einer Schüssel verquirlen.

 

 

Wenn alle Melanzani fertig geröstet sind, werden alle Zutaten in einer Pfanne vereint: zuerst eine Schicht Melanzani, dann eine Schicht der gekochten Tomatensauce, Parmesan und ein bisschen Ei. In dieser Art und Weise weitere Schichten legen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Schließlich mit Basilikumblättern dekorieren und nochmals circa 8 Minuten kochen lassen. 

Zubereitung

Buon appetito!

Die Parmigiana

8   Kultureller Urlaub in Bewegung
         24. September 2017

Der Herbst ist nun voll angekommen und die Sommerferien sind nur mehr schöne Erinnerungen, die man mit Familie und Freunden teilt. Gerade wenn es draußen grau ist, regnet und die Sonne sich nur mehr selten zeigt, können Urlaubsfotos neue Energie bringen. Das Wort Urlaub, im Italienischen "vacanza", leitet sich von dem Wort "vuoto" ab, also auf Deutsch leer. Das bedeutet, dass man im Urlaub leere Zeit hat, die jeder in einer anderen Art und Weise füllt. Für mich persönlich ist es immer sehr wichtig gewesen, dass meine Ferienzeit zu gleichen Maßen der Kultur wie auch dem Sport gewidmet wird, also es ein kultureller Urlaub in Bewegung ist. Daher haben wir uns auch dieses Jahr wieder dazu entschieden, einige Wochen in Italien zu verbringen -

zuerst in Rom, dann auf Sizilien - um unseren Kindern die kulturellen und natürlichen Schönheiten dieses Landes näherzubringen. In Rom haben wir 3 Tage verbracht, in denen wir unter brütender Hitze die bekanntesten Bauwerke und Plätze besucht haben. Bewaffnet mit Hut und Wasserflasche haben wir jeden Tag ungefähr 13 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, das waren täglich circa 19 000 Schritte. Das zu Fuß Gehen ist gut für unsere Gesundheit, das wissen wir. Vielleicht wissen aber nicht alle, dass die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, schon vor langer Zeit eine Iniziative beworben hat, die sich "10000 Schritte pro Tag" nennt, welche besagt, dass 10 000 Schritte täglich notwendig sind, um Herz und Muskeln fit und Blutdruck, sowie Cholesterin-Level im grünen Bereich zu halten. Laut einer neueren Studie der englischen Universität in Warwick sind es sogar noch 5 000 pro Tag mehr, also circa 11 Kilometer, um eine gute Gesundheit erhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Journal of Obesity (Journal über die Fettleibigkeit) publiziert und besagten, dass jene Angestellten, die den Arbeitstag sitzend verbrachten, eine Tendenz zu einem gesteigerten BMI (Body Mass Index), erhöhtem Cholesterin und Blutzucker haben, verglichen mit Postlern, die den ganzen Tag in Bewegung sind und Pakete ausliefern. Und es sind nicht nur Angestellte der Post, die sich in ihrem Beruf ständig bewegen und dadurch bereits im beruflichen Alltag einen Bewegungsvorsprung haben. 

Für all jene, die ihre Arbeit aber vorwiegend im Sitzen ausüben (müssen), wäre es daher besonders wichtig, sich in der Freizeit bewusst dazu entscheiden, sich mehr zu bewegen. Möglichkeiten dafür gibt es zahlreiche: bereits in einem früheren Teil des Blogs habe ich über das Treppensteigen statt Rolltreppe oder Lift Fahren gesprochen. In einem in den nächsten Wochen folgenden Blogeintrag werde ich euch von einem interessanten Projekt erzählen, das sich in New York City abspielt und genau das Thema „Treppen steigen“ betrifft – nur in einer etwas größeren Dimension...

Den kleinen Einkauf oder die nachmittägliche Besorgung einmal zu Fuß anstatt mit Auto oder Bus zurückzulegen, wäre die andere Idee. Aber es beginnt bereits im Büro, wenn man sich vielleicht in den Kaffee- oder Mittagspausen am Gang, eventuell in ein anderes Stockwerk oder sogar vor das Gebäude bewegt. Eine andere Möglichkeit ist es, Shoppen zu gehen. Man wird sich wundern, wie viele Schritte man in einem Einkaufszentrum tatsächlich zurücklegt ohne es zu bemerken, aber leider verlieren dabei nicht nur wir an Gewicht, sondern viel zu oft auch unsere Geldtasche...Vielleicht probiert ihr ja am Montag einen der Vorschläge aus und beobachtet selbst, wie es euch dabei geht. Ich werde dasselbe tun und dann davon berichten.

Wieder zurück zu meinen Ferien: der westliche Teil Siziliens (auf Italienisch La Sicilia Occidentale) bildete den Hintergrund für den zweiten Teil unserer Reise. Wir haben das kleine, mittelalterliche Dorf Erice bsucht, waren bei der Riserva Naturale dello Zingaro (ein 7km langes Naturreservat in der Provinz Trapani), die Salinen von Marsala, die Riserva naturale orientata delle Isole dello Stagione und San Vito lo Capo. Die Riserva Naturale dello Zingaro ist ein unberührtes Naturschutzareal mit einer fantastischen Flora und Fauna. Es ist ein Ort, den man nur zu Fuß erreicht und das auf unterschiedlichstem Wege. Der erste Weg entlang der Küste ist der einfachste. Der zweite, für welchen wir uns entschieden haben, führt im Zick-Zack über das Gelände, bei dem man sowohl die Küste, als auch die Bergspitzen besucht. Schließlich die dritte und anstrengendste Route, die den gesamten Bereich von oben bis unten abdeckt, die ich aber im August aufgrund der stechenden Hitze auf keinen Fall empfehlen würde. Nach einstündigem Wandern entlang eines Pfades, der an dichter und wuchender meditteraner Vegetation, wie Johannesbrotbäumen, Mandelbäumen und Zwergpalmen (bekanntestes Symbol des Gebietes!) entlangführt, haben wir den Strand erreicht und uns endlich die verdiente Ruhe und die belebende Erfrischung im kristallklaren Wasser gegönnt. Am Ende des Tages, an dem wir in der Natur und an der frischen Luft 19000 Schritte zurückgelegt haben, haben wir in einem orientalischen Lokal in San Vita del Colpo zu Abend gegessen, einem Ort, der bekannt ist für seinen Cous Cous mit Fisch - ein Überbleibsel der arabischen Herrschaft in Sizilien. Sei nun bereits vielen Jahren findet hier im September das internationale Festival der kulturellen Integration statt, bei dem sich verschiedenste Länder an den Kochplatten messen und um die Krone für das beste Cous Cous Gericht kämpfen. Natürlich dürfen bei einem Festival dieser Art Musik und Tanz nicht fehlen... Bei der 20. Ausgabe des Festivals in diesem Jahr sind Italien, Angola, Elfenbeinküste, Frankreich, Israel, Marocco, Senegal, Tunesien und die USA dabei.

Ein weiterer Ort, den wir dieses Jahr besucht haben und an dem wir Kultur mit Bewegung verbinden konnten war das Naturschutzgebiet "Isole dello Stagione". Dort haben wir nämlich Kanus und Tretboote gemietet, um eine der Inseln, die Teil dieser Lagune sind, zu erreichen. Meine Kinder waren hellauf von der Idee begeistert und freuten sich sehr darauf, einen Teil des Weges am Wasser zu absolvieren und, um ehrlich zu sein, war auch ich neugierig auf die neue Erfahrung, auch wenn ich ein bissen Angst hatte. Ich war zuvor noch nie in ein Kanu gestiegen und habe mich gefragt, ob es wohl schwierig sein würde, das Gleichgewicht zu halten, aber ich kann euch sagen, es war wirklich ein Riesenspaß! Und als kleines "Zuckerl" habe ich nach bewältigter Herausforderung von meinen Kindern zu hören bekommen, dass ich eine coole Mamma sei... Als wir dann die Insel San Pantaleo erreicht haben, gab es einen kurzen Landausflug, um die archäologischen Ausgrabungen und die wundervolle Landschaft zu bewundern. Auch wenn ich nun so viel von Kultur und Bewegung gesprochen habe, sind Ferien klarerweise auch eine Zeit, um zu relaxen. Am warmen Sand zu liegen und die Sonne zu genießen, sich in die Wellen des klaren Wassers zu werfen und gemeinsam mit der Familie zu lachen ist ein Allheilmittel für unseren Körpe und vor allem für den Geist. Dieses Gefühl der Schwerelosigkeit und Freude spüre ich auch jetzt noch, wenn ich die Fotos des Sommerurlaubs in meinen Händen halte...

7   Bring Farbe in dein Leben (Punkt 4)
         8. September 2017

Heute möchte ich gerne von der speziellen Rolle erzählen, die Farben in meinem Leben spielen. Wie schon in vorigen Einträgen kurz erwähnt liebe ich die Farbvielfalt und bin davon überzeugt, dass sie unsere Stimmung beeinflussen und Gefühle oder Emotionen auslösen. So wie der Maler sorgfältig die Farben für sein Kunstwerk auswählt, so sollten das auch wir machen, um mehr Farbe in unseren Alltag zu bringen. In meinem Zuhause, zum Beispiel, sind viele Mauern bunt bemalt und diese Farben versetzen mich am Morgen nach dem Aufstehen in gute Stimmung.

Seinen persönlichen Stil und die Farben, die am besten zu einem passen, zu finden, führt dazu, dass man sich wohler in seiner Haut und auch sicherer fühlt. Deshalb ist mein persönlicher Kleiderschrank auch nicht nur mit Schwarz, Grau oder Braun gefüllt, sondern ich trage auch stärkere Farben, wie zum Beispiel Gelb, Orange oder Rot. Diese Farben verleihen mir in der Früh zusätzliche Energie und helfen mir, den Tag gut zu beginnen. Das Finden des persönlichen Farbtyps ist aber ein sehr individueller Prozess, der aber Freude, Lebenslust und Sicherheit fördert. Zu lernen Farben richtig zu kombinieren, sowie passende Accessoires und Schnitte auszusuchen wird zu einem wirklich interessanten und stimulierenden Spiel, dessen immer neues, kreatives Ergebnis viel über uns aussagt...

5   Sport und Bewegung (Punkt 2)
         6. September 2017

Wie oft haben wir schon gehört, dass tägliche Bewegung einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und Psyche hat ja sogar dabei hilft, Stress und Schlafstörungen zu bekämpfen. Trotzdem fällt es uns immer noch schwer, diese Theorie in der Praxis umzusetzen. Sei es das Workout im Fitnesscenter, Schwimmen oder sich einfach die Laufschuhe anzuziehen und einen schnellen Spaziergang zu machen – vielleicht am frühen Morgen, wenn der Rest der Welt noch schläft und wir durch das Einatmen der frischen Luft des erwachenden Tages einen Riesenschub an Energie erhalten.

Ich denke, es fehlt uns ein bisschen die Vorstellungskraft, um positive Bilder erschaffen lässt. Stimuli, um zu agieren, die uns als Initialzündung und Motivation dienen, sodass wir beginnen, uns zu bewegen. Der vorher angesprochene schnelle Spaziergang könnte sich mit der Zeit in ein leichtes Laufen verwandeln und schon haben wir es geschafft, eine gesunde Veränderung in unseren Alltag zu bringen.

 

Es sind genau diese kleinen Dinge im täglichen Leben, wie zum Beispiel immer die Stiegen statt der Rolltreppe zu wählen, die einen perfekten Anfang darstellen. Es braucht Geduld und kleine Schritte, um etwas auf lange Sicht verändern zu können und in diesem Zusammenhang möchte ich mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe enden: „Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst - fang damit an! Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich!”

Diese Energie hat mir schon oft dabei geholfen, neue Bewegungsformen auszuprobieren, um zu sehen, was mir persönlich gut tut. In meinem Blog werde ich von Erfahrungen erzählen und auch berichten, wie ich in meinem ganz normalen Alltag immer wieder neue Situationen suche, um mich fit zu halten und es dadurch sogar geschafft habe, in den Augen meiner pubertierenden Söhne "cool" zu sein...

6   Die Entspannung (Punkt 3)
         7. September 2017

Sich nach einem vollendeten Arbeitstag ausreichend zu entspannen und dem Stress zu reduzieren ist äußerst wichtig für unseren Organismus. Ja sich Zeit für sich selbst zu nehmen und zu relaxen führt dazu, dass die Lebensqualität deutlich steigt. Eines unserer größten Ziele sollte es sein, das richtige Gleichgewicht zwischen unserer Arbeit – ob in der beruflichen Welt außerhalb des Wohnortes oder bei Arbeiten im Haushalt – und der Entspannung zu finden.

Der moderne Mensch ist ständig einer Vielzahl an Stimuli ausgesetzt, seien sie extern, wie zum Beispiel das Auftreten in der Berufswelt oder das alltägliche Leben oder auch intern, wie zum Beispiel der Drang zum Perfektionismus oder der Lauf gegen die immer voranschreitende Zeit. 

All dies bringt eine dauerhafte Spannung mit sich, die zu Stress führen kann. Um diese Spannung bestmöglich zu mindern ist es essentiell, fixe Phasen der Entspannung im Alltag einzubauen und sich immer wieder Zeit für sich selbst herauszunehmen.

 

Mir persönlich, beispielsweise, tut es sehr gut, zu zeichnen oder zu malen und vor einigen Jahren habe ich damit begonnen, Mandala zu malen. Diese phantastischen Zeichnungen mit Farben zu füllen und so zum Leben zu erwecken beruhigt und entspannt mich, schenkt mir aber gleichzeitig neue Energie und Motivation.

 

Ein anderer Weg, um Geist und Körper zu entspannen ist, Räume mithilfe von Kerzenlicht mit einer warmen Atmosphäre zu erfüllen oder auch einen warmen Tee oder Kakao zu trinken. In diesem Zusammenhang empfehle ich euch ein ursprünglich dänisches Buch: „Hygge - The Danish Art of Happiness“ (Marie Tourell Søderberg).  Ein leicht zu lesendes, äußerst interessantes Buch, das vielleicht auch für euch inspirierend sein könnte…

4   Die Ernährung (Punkt 1)
         5. September 2017

Der erste wichtige Bestandteil meines persönlichen Erfolgskonzeptes ist die Ernährung. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist seit jeher ein wichtiges Thema in meiner Familie. Aufgewachsen in Sizilien durften schon in meiner Kindheit und dürfen auch heute regionales Obst und Gemüse – im besten Fall frisch vom Bauernmarkt – nie am Tisch fehlen. So wie es meine Mutter uns Kindern gemacht hat, so habe auch ich meinen Kindern beigebracht, Gemüse, Hülsenfrüchte und Fisch zu schätzen und das von klein auf, denn das Wohlbefinden kommt von innen. Menge und Qualität der Nahrung, die wir uns entscheiden zu uns zu nehmen ist wichtig für unsere Gesundheit und das vor allem mit 50+.

Ich persönlich habe Kohlenhydrate reduziert und habe gelernt, Alternativen zu verwenden, wie zum Beispiel Quinoa, die nährstoffreich und ein perfekter Energielieferant sind. Es sind vor allem Gerichte, die gleichzeitig gesund, schmackhaft und farbenfroh sind, weil auch das Auge immer mitisst...

 

Eines der Gerichte, das bei uns zuhause sehr beliebt ist, ist die sizilianische Parmigiana, die ich mit einigen einfachen Tricks in eine fettärmere, leichtere Version verwandelt habe. In den nächsten Wochen werde ich euch hin und wieder einfache, schnelle und gesunde Rezepte geben, wie zum Beispiel die berühmte Parmigiana.

3   Schön und in Form
         4. September 2017

Auch mit 50 Jahren schön und in Form zu sein ist nicht nur für jene Frauen möglich, die tagtäglich im Rampenlicht stehen, sondern für alle Frauen. Für mich bedeutet auf seinen eigenen Körper zu achten und das Äußere zu pflegen sich selbst wertzuschätzen. Oft passiert es, dass man sich besonders im Alter etwas gehen lässt und sich nicht mehr so viel Zeit für sich nimmt (oder zeitbedingt nicht nehmen kann), aber ich bin fest davon überzeugt, dass es möglich und äußerst wünschenswert ist, sich mit 50 Jahren in Form zu halten oder wieder in Form zu bringen. Über die Jahre verändert sich unser Körper und da wir – leider – die Zeit nicht anhalten können, ist es wichtig, seinen Lebensstil an neue Bedürfnisse und Voraussetzungen anzupassen.

Die kommenden 4 Einträge werden sich jeweils einem der 4 Themenbereiche widmen. Ich möchte zum Beispiel erzählen, wie ich es geschafft habe, Sport und Bewegung vom einfachen Hobby zu meinem Beruf zu machen, wie die mediterrane Küche mich immer wieder kreativ werden lässt, wie ich im stressigen Alltag neue Energie schöpfen kann und warum das Auswählen verschiedener Farben aus meinem Kleiderschrank oft ein Lächeln auf meine Lippen zaubert…

 

Die folgenden 4 Themen, über die ich schreiben werde und die für mich entscheidend sind,

um sowohl unseren Körper, als auch den Geist fit zu halten, sind:

  1.  Ernährung

  2.  Sport und Bewegung

  3.  Entspannung

  4.  Farben

 

Morgen werde ich über den ersten Punkt sprechen, nämlich eine gesunde und vielfältige Ernährung, inspiriert von Gehemnissen der sizilianischen Küche.

2   Warum der Name FitMit50?
         3. September 2017

Was meine ich mit dem Wort fit? Fit ist für mich nicht nur ein Wort, das die körperliche Verfassung beschreibt. Für mich bedeutet es viel mehr. Fit und in Form zu sein, ist meiner Meinung nach ein Zustand körperlichen und geistigen Wohlbefindens, in dem auch die äußerliche Erscheinung eine wichtige Rolle spielt. Die Kleidungsstücke und Accessoires, die wir auswählen, erzählen einen Teil unserer Geschichte. Jene Farben zu suchen und zu finden, die zu unserem Typ passen bedeutet sich wertzuschätzen und außerdem beeinflussen Farben unsere Stimmung und Psyche. Ich stelle mir unseren Körper wie ein Haus vor, in dem der Boden die Ernährung repräsentiert. Die Wände sind Sport und Entspannung, das Dach die Motivation. Im Inneren

dieses Hauses befinden sich auch Farben, die unsere Psyche beeinflussen damit unser Wohlbefinden bestimmen. Die Ernährung ist für mich also die Basis für das persönliche Wohlbefinden, welches allerdings nur durch ein Gleichgewicht aus Bewegungs- und Entspannungsphasen auf Dauer gesichert werden kann. Um sich auf die Herausforderungen all dieser Teilbereiche voll einlassen und das Beste für sich herauszuholen zu können, ist die Motivation unabkömmlich, die daher als Verbindung dient und das Dach meines Hauses bildet. Immer dann, wenn ich es schaffe, der Ernährung, dem Sport, der Entspannung und der Farbauswahl auch in stressigen Lebensphasen genug Aufmerksamkeit zu widmen, spüre ich, dass mein Wohlbefinden deutlich gesteigert wird. Daher bildet die Metapher des Hauses den Kern meiner persönlichen Erfolgsformel, um sich in jeder Lebenslage fit zu halten.

Warum "FitMit50"? Zuallererst weil man manchmal denkt, dass man mit der Gründung einer Familie oder dem Erreichen beruflicher Aspirationen an einem Punkt des Stillstandes angelangt ist, aber dem ist nicht so. Zumindest für mich. Mehr als alles andere bedeutet ein Ziel erreicht zu haben, dass man sich das nächste stecken soll, um die Entwicklung der Persönlichkeit vorantreiben zu können. Ich fühle mich immer noch dynamisch, voller Energie und spüre, dass ich Lust auf neue Projekte habe – wie zum Beispiel diesen Blog. In meinem Kopf schwirren allerdings auch noch andere Ideen, die ich hoffentlich sehr bald realisieren kann...

Der zweite, entscheidende Grund für die Gestalt und die Richtung dieses Blogs ist ein sehr persönlicher. Am Tag unserer Hochzeit haben mein Mann und ich uns das Versprechen gegeben, dass wir auch nach 20 Jahren gemeinsamen Lebens täglich daran arbeiten werden, uns und unseren Körper in Form zu halten. Die Schwangerschaften, die alltäglichen Verpflichtungen und die Routine können leicht dazu führen, sich gehen zu lassen und auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu vergessen. Über die Jahre hinweg habe ich verschiedene Wege ausprobiert, auf mich zu achten und dabei viel gelernt. In einem Teil dieses Blogs werde ich versuchen, zu erklären, was für mich besser und was weniger gut funktioniert hat – vielleicht werden ja einige von euch dazu inspiriert, das eine oder andere auszuprobieren…

Für einen Augenblick möchte ich zum Anfang dieses Blogeintrages zurückkehren. Wie ich in den letzten Absätzen versucht habe zu beschreiben, spricht mein persönliches Fitness-Konzept viel mehr als nur die körperliche Verfassung an. Jedoch waren Sport und Bewegung schon immer ein wichtiger und schöner Teil meines Lebens und helfen mir vor allem im Alter dabei, meine Lebensqualität hoch halten zu können. 

Schon als kleines Kind liebte ich das Tanzen und ich erinnere mich noch an die Tage, an denen ich mich mit meinen Freundinnen in meinem Zimmer einsperrte und Choreographien übte oder Aufführungen organisierte, die wir dann unseren Eltern vorführten. Dann eines Tages brachte meine Mutter mich und meine Schwester in den Turnsaal. Seit diesem Tag verbrachte ich ganze Nachmittage zwischen Reck, Stufenbarren und Trampolin: Spaß und Freude pur. Tatsächlich ist es diese Freude, die ich noch immer spüre und die mich fit und vital hält. Diese Freude ist es auch, die ich mir wünsche, in diesem Blog anderen weitergeben zu können...

1   Wie alles begann...
         2. September 2017

Mit 20 Jahren schien mir der 50. Geburtstag unendlich weit weg und doch sitze ich nun hier, um über die vergangenen 30 Jahre meines Lebens nachzudenken. Ich habe eine wundervolle Familie – 3 wunderbare Kinder und einen fabelhaften Ehemann – so wie ich sie mir immer ersehnt habe, doch für viele Jahre habe ich meine Arbeit und die damit verbundenen Wünsche und Ziele beiseitegelegt. Vor einiger Zeit war dann eine Stimme in meinem Kopf, die mir die Frage stellte, was denn aus meinen beruflichen Träumen geworden ist. Hatte ich sie vergessen? Oder in eine Kiste gesperrt? Vielleicht werden einige von euch sagen, dass Träume auch Träume bleiben und in Kisten gesperrt werden sollten, aber ich wünsche mir, diese Kiste öffnen und

dadurch meine Träume wahr werden lassen zu können. Alles hat damit begonnen, als ich davon erfahren habe, dass am Sportinstitut der Universität Graz eine Lehrkraft für Zumba und Workout gesucht wurde. Nachdem ich weder das eine, noch das andere jemals unterrichtet hatte (obwohl ich bereits ausgebildete Zumba-Instruktorin war!), war ich sehr unsicher und hatte Angst, dass ich dieser neuen Herausforderung nicht gewachsen sein könnte, aber die Neugier und der Enthusiasmus haben mich dazu bewegt, die Chance zu ergreifen. 

Sport und Bewegung war seit jeher meine große Leidenschaft und auch nachdem ich nach Österreich gekommen bin, habe ich diese Leidenschaft gepflegt. Ich habe Aerobic gemacht, Hip Hop- und Flamenco-Kurse besucht und letztendlich auch Zumba unterrichtet. Diese Art der Bewegung, die körperliches Training mit der Freude an südamerikanischen Rhythmen verbindet, war die Initialzündung für mich, um diesen neuen Weg in meinem Arbeitsleben einzuschlagen. Nach einigen Jahren, in denen ich hauptsächlich Zumba unterrichtet habe, wollte ich mein Wissen im Fitnessbereich erweitern und vertiefen. Wie funktioniert unser Körper, unsere Muskeln, unser Skelett und unsere Verdauung? Was passiert mit unserem Körper, wenn wir bestimmte Nahrungsmittel zu uns nehmen? Ich suchte nach Möglichkeiten, all diese Fragen beantworten zu können und fand letztendlich eine umfassende Ausbildungschance zur Vital- und Gesundheitstrainerin, welche ich letztendlich entschied zu ergreifen.

Dieses Abenteuer begann im Februar und fand sein erfolgreiches Ende im Dezember 2016. Warum ich es Abenteuer nenne? Ihr könnt mir glauben, es war hart, meine laufenden Sport- und Italienischeinheiten, meine Kinder und den Haushalt mit den wochenendlichen Besuchen der Kurse in Graz und Wien und dem Lernen für die Prüfungen zu vereinbaren, aber ich habe es geschafft. Ich habe gesehen, dass nichts unmöglich ist, wenn man es wirklich möchte. Es ist allerdings notwendig, aus der eigenen Komfortzone zu kommen und die Ärmel hochzukrempeln. Es war nicht einfach für mich, aber es ist möglich. Unbedingt nötig dafür: eine große Portion Enthusiasmus und Durchhaltevermögen, Konzentration auf das Ziel, das man sich gesetzt hat und ein kleines Bisschen Fantasie...